Harry Marte & Little Prayers
New album release Little Prayers
Available on 22. october: cd/lp with free download code, published by CrossCut Records
Listen Videos Press Band
15 NOV 2017
ORF Landesstudio
16 NOV 2017
Saumarkt
18 NOV 2017
Kammgarn
24 NOV 2017
Bärenkeller Aarburg
30 NOV 2017
Casino Baden
01 DEZ 2017
Altes Kino
22 FEB 2018
Spielboden
23 FEB 2018
Göfis Kulturverein
24 FEB 2018
Bahnhof Andelsbuch
29 SEP 2018
Zeughaus Lindau
Quotes

Andreas Wirthensohn/WIENER ZEITUNG

„Aus elf „kleinen Gebeten“ besteht sein jüngstes Meisterwerk „Little Prayers“ (CrossCut ), und der musikalische Bogen reicht von Desert Sound über Swamp Rock bis zu Roots -Klängen.“

 

Almut Behl/KIELER NACHRICHTEN

„...ein bemerkenswerter Sänger und Gitarrist à la Cash und Konsorten, der seine Balladen sonor raunen, der kehlig flehen und Dylan’sche Registersprünge hinlegen kann.“

 

Wolfgang Giese/MUSIK AN SICH

„...die Musik klingt sehr amerikanisch, man spürt die Weite einer Landschaft, die Fantasie wird angeregt zum Kopfkino. Mitunter assoziiere ich John Hiatt in Verbindung mit dem Ausdruck, ...“

 

Uli Lemke/JAZZTHING

„Gute Songs haben ihren eigenen Rhytmus und eine Bildersprache, deren Poesie eine behutsame musikalische Grundierung braucht. Harry Marte schreibt solche Lieder.“

 

Sound & Image

„Da ist zunächst einmal diese etwas rauhbeinige Stimme, die mit dem englischen Vokabular völlig akzentfrei-neutral und dazu noch sehr eindringlich umzugehen versteht.“

 

Ulrich Steinmetzger/LEIPZIGER VOLKSZEITUNG

„Mit Dylan und Woodstock im Blut schreibt er seine Lieder und gibt ihnen vom Leben beglaubigte Texte.“

 

Harald Tautscher/LOTUS RECORDS

„Little Prayers ist eine große Produktion, deren Sound mit jeder Faser angenehm an die ruhige Hand eines Daniel Lanois erinnert.“

 

dpa/FOCUS/STERN/HAMBURGER ABENDBLATT....

„Das sind starke, charaktervolle Songs aus dem Geiste des American Songbook und der Roots Music.“

 

Willi Andresen/AUDIO

„Diese Album hat das Zeug zum Soundtrack für ein Roadmovie à la Paris Texas. Hier atmet die Musik das authentische Lebensgefühl.....“

 

herm/WAZ

„Die Musik zwischen Country, Rock und Blues ist in bester Americana-Tradition gehalten, die Mitmusiker bekommen Raum und Klang und Hall. Vorarlberger Herzen sind weit wie die Prärie. Großartig.“

Bezau Beatz

... Space and sound are a lovingly-crafted equation, as in the sauna-like farmers’ hut where we ritually encircle Portuguese trio Boden Wilson’s modal conjuring. A cable-car ride finds Manu Nude pushing standards as far as a tourist restaurant will permit as three nations’ Alps rise through fog. Then a low-ceilinged inn brings the tensions and connections between young Capetown singer-songwriter Brendan Adams and worldly Harry Marte’s Americana close enough to touch. Similarly, Trixie Whitley fights her way through nerves and malfunctioning synths in a gig built and lived in the moment...

Niemals schlicht

Tschako Interview

Was ihn wohl ammeisten auszeichnet: Authentizität. Auch – oder gerade – in der schnelllebigenMusikbranche setzte HarryMarte nie auf den billigen Effekt, den simplen Trick oder die plumpe Masche – ganz imGegenteil. Die oft träumerischen Songs des Singer-Songwriters gewinnenmit jedem Hören undmachen ihn zu einer der wichtigsten Stimmen des Landes.

Der Stil der Eigenkompositionen, die Harry auf mittlerweile vier CDs veröffentlicht hat, lässt sich wohl am ehesten mit „Americana“ umschreiben. Diese für die USA typische Mischung aus Folk, Country, Blues und Rock kommt einem Menschen, der sich weder musikalisch noch sonst gerne Grenzen setzt, entgegen. „Wie so vieleMusiker und vor allem Texter bin ich von Bob Dylan beeinflusst, aber auch Jimi Hendrix ist seit der Jugend ein Vorbild für mich“, so der 63-Jährige, der aber weder die launigen Attitüden des Mr. Zimmermann und erst recht nicht die Bühnen-Exzesse des Gitarrenvirtuosen pflegt. „Ich brauche keinen Strom und auch keine Bühnenshow“ – typisch für den Roots-Musiker, dem alles Gekünstelte fremd ist, und der vielleicht deshalb schon als 13-Jähriger die Plastiksaiten seiner ersten Gitarre durch Stahlsaiten ersetzte. Auch wenn er schon in jungen Jahren im Vorprogramm von „Clockwork“ oder Wolfgang Ambros große Bühnen kennenlernte, ist es gerade das Intime und Verletzliche, das Harrys Lieder auszeichnet und ihn in den besten Momenten in die Nähe eines Leonard Cohen oder späten Johnny Cash rückt.Mit diesen hat er auch die Melancholie gemeinsam, die sich wie ein roter Faden durch seine Lieder zieht: „Melancholie ist etwas Schönes, das für mich auch für Innehalten steht. Aber man sollte sie nie mit Depression oder Weltschmerz verwechseln!“

Auf den Punkt gebracht
Was Harry ebenfalls nie verwechselte: Beruf und Berufung. Als gelernter Grafiker betreibt er eine eigene Agentur in Liechtenstein und ist dadurch als Musiker nicht von kommerziellem Erfolg abhängig. Sicher kein Schaden bei jemandem, der eher zum Grübeln neigt: „Ich bin kein leichtfertiger Mensch und hinterfrage mich und meine Musik mehr oder weniger täglich.“ Zwingend notwendig hat er das nicht – vor allem als Texter sucht der Vater zweier erwachsener Söhne seinesgleichen: „I won’t beg at your door anymore – not for love or a kiss“ („Ich bettle nicht mehr an deiner Tür um Liebe oder einen Kuss“) ist fast der gesamte Text seines Songs „I won’t“ und sagt doch mehr über eine Beziehung – oder deren Scheitern – aus, als ellenlange Eifersuchts-Dramen. Im wahren Leben muss er nicht betteln, lebt er doch mit seiner Lebensgefährtin in schönerHochlage in Göfis. Und auch musikalisch hat er Partner auf Augenhöhe gefunden, vor allem mit Schlagzeuger Alfred Vogel: „Er ist unser Motor und kann Menschen begeistern“, streut er seinem Freund Rosen. In der Tat: Nach der erfolgreichen CD „Big Pit“, die manchmal auch rockigere Töne anschlug, ist mit „Little Prayers“ ein weiteres Album in Bandformation erschienen. Die Kritik meinte: „Der Folk-Blues von Harry Marte klingt schlicht wahrhaftig!“ Aber niemals schlicht...

Krone: Raimund Jäger

Harry Marte Little Prayers

Und noch ein Vorarlberger Urgestein: Harry Marte: Er singt für die Außenseiter, Zweifel und Zuversicht, für und über die Liebe. Der Staub der Straße wurzelt in den Songs. Kleine Gebete. Der Musik bleibt das Rudimentäre ihres Schöpfers erhalten. Wurzelmusik aus den Appalachen, dunkel tickende Voodoo-Sounds, eine Polka driftet leicht betrunken durch die Takte, alles in schöne Melodien/Grooves gegossen. Beste Country/Rhythm and Blues/Singer/Storyteller Schule. Harry Marte singt in der Tradition von Woody Guthrie oder Johnny Cash, seine Lyrics sind poetisch und schnörkellos. Little Prayers verströmt Comfort und Wärme. Little Prayers ist eine große Produktion, deren Sound mit jeder Faser angenehm an die ruhige Hand eines Daniel Lanois erinnert. Gitarren, Baß, Viola da Gamba und Percussion sind aus einem Guss. Michael Köhlmeier sagt über Harry Marte: "Wen er nur einen Ton singt, ist es wie eine Ankündigung, gleich werde er ein großes, berührendes Leben erzählen.

„Little Prayers“: Harry Martes brüchige Americana

Weit ist der Horizont dieser Songs, und groß ist das Herz dieses Songwriters. Harry Marte ist eine Entdeckung.
Der Staub der Prärie weht durch diese Songs, da heult eine Gitarre wie ein Kojote, und die markante Stimme von Harry Marte, brüchig, stark und filigran zugleich, erzählt Geschichten von Liebe und Verlust.
„Little Prayers“ (CrossCut Records) nennt der Singer/Songwriter aus dem Voralberg ganz bescheiden sein hörenswertes Album mit elf kunstvoll arrangierten Songs in der Americana-Tradition.
Marte hat viel erlebt, vielleicht auch erlitten, und diese Erfahrungen hört man seiner Stimme an. Fast feierlich klingt sein Opener „I Will“, ein Bekenntnis zu den eigene Werten als Künstler. Aber dieser Harry Marte ist kein depressiver Moralapostel. Federleicht klingt sein wunderbar swingender Lovesong „Give Me A Night“: „Lay your sweet heart into mine/without speaking a word“. Und so innig klingt auch „Holy Blood“, eine Beschwörung der magischen Kräften in der Natur. „See the ancient river/he knows the secret of your name“, und gerne folgt man den Windungen des ungebundenen Flusses („unchained river“), dem der Songwriter sich anvertraut.
Das sind starke, charaktervolle Songs aus dem Geiste des American Songbook und der Roots Music. Und Marte kann sich auf eine profilierte Band verlassen. Drummer und Produzent Alfred Vogel hält die musikalischen Fäden in der Hand, unterstützt von Gitarrist Marco Figini und Chris Dalhgren am Bass. Die drei bauen ein stabiles Haus für Martes Lyrik. Hörenswert.

Alpenländische Americana und Berlin, Berlin, Berlin

Leipziger Volkszeitung

Jazzbassist Chris Dahlgren singt mit Reibeisenstimme, Harry Marte hat Dylan und Woodstock im Blut mit Südstaatenfeeling: Sänger und Gitarrist Harry Marte.
Damit war nicht zu rechnen. Der amerikanische Jazzbassist Chris Dahlgren, den man aus Bands von Anthony Braxton, Joe Lovano oder Herb Ellis kennt und vor allem auch aus Kalle Kalimas robustem Trio Johnny La Marama, outet sich als Sänger, und zwar als einer, der seinen Leonard Cohen und seinen Donovan kennt und ihnen nun seine Reibeisenstimme hinterherschickt. Irgendwie kam diese späte Liebe sogar für ihn selbst überraschend. Seit 2003 lebt Dahlgren in Berlin, wo er an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“Ensemblespiel lehrt.
Nun macht er es manchmal allein, schnallt sich die akustische Gitarre um oder unterstützt sich auf der Viola la Gamba. Manchmal aber stehen ihm exponierte Jazzkollegen wie Gebhard Ullmann und immer wieder der Vorarlberger Schlagzeuger Alfred Vogel zur Seite. Backgroundsängerinnen turteln „Easy, Easy, Easy“oder auch nur „La, la, la …“, und tatsächlich hat das alles etwas umgarnend Leichtes, wie das durch neun selbst komponierte und getextete Songs schwebt. Mit einem kleinen Buchstabendreher, der nichts mit dem indischen Linsengericht zu tun hat, nennt Dahlgren sein Singer-songwriter-album „Dhalgren“. Vielleicht will er sich damit ein bisschen tarnen vor seinem Mut, einfach nur er selbst zu sein. Vielleicht hatte er auch genug davon, als Bassist in der zweiten Reihe zu stehen. Wie auch immer, nun tritt er nach vorn, und das alles ist schön anzuhö- ren, weil es in so komplettem Understatement gar nicht ambitioniert ist.
Mal erinnert das an die großen Vorbildsänger, mal ist eine Prise Jazz drübergestäubt. Dann klingt es nach einem verruchten Club und der Bass richtig nach Holz. Schließlich dreht sich im Zentrum des relaxten Albums alles um „Berlin, Berlin“, die Stadt und ein Leben dort, wo Dahlgren immer noch den Eindruck hat, „in den Ferien zu sein. In New York war das niemals so. Berlin ist dermaßen entspannt, ich kann es bis heute kaum fassen.“Hier muss man nicht Sklave des eigenen Überlebens sein wie auf der anderen Seite des großen Teichs. „Hier wirst du schnell auch mal ein bisschen müde und träge.“Also pfeift er auf den alten Sinatra-song „New York, New York“und bremst ihn runter zu „Berlin, Berlin“.
So driftet er neben dem rumpelnden Schlagzeug Alfred Vogels durch die Metropolen und Gefühlszustände, meint das alles nicht gar zu ernst und zwinkert seinen Hörern in die Ohren. Auf Vogels Label Boomslang Records ist dieser musikalische Seitensprung erschienen. Der liebt dieses ein wenig andere, hat schon ordentlich Verrücktes veröffentlicht aus seiner „Vogelperspektive“. Christian Lillinger war regel- mäßig dabei, Lucien Dubuis, Barry Guy, Peter Evans, Mats Gustafsson und viele mehr. Immer wieder anders macht er die Provinz zu seinem Zentrum der Welt.
Aus seiner österreichischen Alpennachbarschaft stammt Sänger und Gitarrist Harry Marte. Für ihn sind wettergegerbte Americana-songs das Kerngeschäft. Mit Dylan und Woodstock im Blut schreibt er seine Lieder und gibt ihnen vom Leben beglaubigte Texte. Neben dem schrundigen Gitarristen Marco Figini komplettieren Vogel und Dahlgren seine aktuelle Band auf seiner wunderbar erdigen neuen CD „Little Prayers“. Sie machen das delikat und im Dienste der Sache, die von Männerschmerz, Albträumen, Unterwegssein und der Suche nach Liebe handelt. Außenseitersongs sind das, melodiös, schmachtend und bekenntnishaft sehnsuchtsvoll auch im sechzigsten Jahr des Sängers.
Aus den Alpen geht die Reise nach Texas und überhaupt über die amerikanischen Highways. Gar nicht aufgesetzt wirkt das, sondern vielmehr authentisch beseelt. Das Südstaatenfeeling wird getragen von schwelgerischer Musik. Und weil die exzellenten Begleiter diese kleinen Globetrotterpredigten des Sängers subtil aufrauen und vorantreiben, ist das mehr als einfach nur noch ein Singer-songwriter-album. Das bleibt konzentriert auf das Wesentliche und umspielt es sanft und nachdrücklich.

Chris Dahlgren: Dhalgren. Boomslang Rec/galileo MC; Harry Marte: Little Prayers. Crosscut Records/in-akustik

Der Wunsch, sich zu verlaufen, ist da

Vorarlberger Nachrichten

Harry Marte hat mit „Little Prayers“ eine neue CD produziert und startet eine längere Konzertserie.
SCHWARZACH „Wenn ich dann auf der Bühne stehe, denke ich manchmal, dass es wohl besser gewesen wäre, wenn ich mich im Wald verlaufen hätte“, erzählt Harry Marte, der Grafiker und Musiker, für den man sich wünscht, dass ihn dieses Gefühl nicht mehr, oder wenn schon, dann nur noch ganz kurz befällt. Denn vom weiteren Wunsch, nämlich, die Lieder, die er schreibt, nach außen zu tragen, profitiert das Publikum seit Jahren. Es hat ohnehin lange warten müssen, bis nach „Angel Wings“ oder der besonders erfolgreichen Produktion „Big Pit“ wieder etwas kommt. Dieses Mal hat er mit Marco Figini (Guitar), Chris Dahlgren (Bass) und Alfred Vogel (Drums, Percussion) zusammengearbeitet. „Alfred ist der Motor, er kann die Menschen begeistern“, sagt Harry Marte über seinen Kollegen, seinen Freund, der die Veröffentlichung vorantrieb und die Formation mit den namhaften Musikern zusammenbrachte. In einem Klima der gegenseitigen Wertschätzung konnte etwas Gutes entstehen, das nicht selten bei Spaziergängen im Wald seinen Anfang nahm, „beim Streunen“, wie Marte seine Methode, den Kopf frei zu bekommen, nennt.
INNEHALTEN
Manchmal liefert der Alltag die Ideen. Als er in der Silvesternacht einmal unter anderem einer Frau gegenübersaß, die die Frage ihres danebensitzenden Partners, was sie sich denn zum neuen Jahr wünsche, mit „eine Nacht“ beantwortete, war der Text zu „Give me a Night“ schon im Entstehen. Es ist ein Liebeslied geworden, das Martes tiefe Stimme braucht, aber auch die Spur von Melancholie und den vorantreibenden Schlagzeuger im Hintergrund. Auch wenn Marte davon spricht, dass die Zeilen mitunter wie Butter zusammenfließen, dass das Schaffen der Songs also zügig vorangeht, steht außer Frage, dass ihn manchmal auch die Not treibt, eine Lebensnot. „Das heißt nicht, dass ich existenziell gefährdet bin“, wehrt er Fehlinterpretationen ab, aber freilich erzeuge das Leben Wunden, wenn etwa ein Mensch in seinem Umfeld an Krebs erkrankt, wenn er mit dem Sterben konfrontiert ist, oder einfach mit dem Altern. Und das gräbt sich dann auch in seinen Liedern ein, die er erst gar nicht von Melancholie freihalten will, wobei er Melancholie aber nicht mit Depressivem verbunden haben will. „Melancholie ist etwas Schönes, ich brauche sie“, sagt er. Sie steht für ihn auch für das Innehalten.
Die Skurrilität des Alltags führt ebenfalls zu Songs. Als er einmal erst gegen Morgen nach Hause kam, den Geruch von Frittieröl und Rauch an sich feststellte und somit den Kopf unter die Brause hielt, habe er festgestellt, wie ihm das Gesicht sozusagen in die Badewanne fiel: „Wenn man sich nach vorne beugt, kommen die Falten erst so richtig zum Ausdruck.“ Ein ernüchternder Anblick sei das auch für ihn gewesen, den Musikpoeten, von dem das Publikum weiß und nun erneut erfahren kann, dass er bei allem Sinn für Tagträumereien die Realität nicht aus den Augen verliert. Auch davon handelt „Little Prayers“. „Wenn ich den ersten Ton der Band höre, kippe ich hinein“, beschreibt Harry Marte, der Grafiker, der zum Musiker wurde, das Ablegen der Scheu auf der Bühne. Die Konzertserie beginnt, dieses Hineinkippen wird voraussichtlich wohl oft passieren und beim Anhören der neuen CD erfährt man gern, dass das Ensemble noch Weiteres vorhat.

VN: Christa Dietrich

Es ist – spät in diesem Jahr

MAZ-Konzerttipp

– einer dieser raren Glücksmomente, die einem zwar nicht den Glauben an die Menschheit, wohl aber den an die Gilde der Songwriter zurückgeben. Und das verdanken wir Harry Marte. Er kommt tief aus dem Westen – Österreichs. Ein knorriger, dabei nahbarer Typ mit einem tiefen Bariton, dem man die vom Leben mit mancher Härte gezeichneten Stories, seine kleinen Gebete und sein Ringen um aufrichtiges Erzählen sofort abnimmt. Ohne einen leisen Zweifel. Dabei klingt Marte, in seinem sechsten Lebensjahrzehnt, nicht so sehr nach dem Westen mit den staubigen Wüsten Amerikas. Aber auch das. Vielmehr würde man seine Herkunft eher in der Nähe der beiden großen Texaner vermuten. Und ja, damit ist es an der Zeit, noch einmal von Townes Van Zandt (1944–1997) und Guy Clark (1941–2016) zu sprechen, beide miteinander befreundet. Marte segelt sozusagen in ihrem Fahrwasser. Doch er paddelt auch durch die Everglades tief im Süden – Floridas. Der Folk-Blues von Harry Marte klingt schlicht wahrhaftig. Doch schlicht niemals. Denn seine gewieften Begleiter stehen da nicht zurück. Aus dem Jazz kommen sie, kennen sich aus mit den Stimmungen, der dunklen Wälder in den Appalachen, mit verloren taumelndem Walzer und dramatischen, schiefen Kontrasten wie es mitunter nötig scheint.

Quotes

Andreas Wirthensohn/WIENER ZEITUNG

“His latest masterpiece “Little Prayers” (CrossCut) is composed of eleven “little prayers”, the musical repertoire spanning from Desert Sound to Swamp Rock to Roots sounds.”

 

Almut Behl/KIELER NACHRICHTEN

“...a remarkable singer and guitarist who reminds us of the style of Cash and other greats. He sonorously whispers his ballades, throatily begs, and alternates between the registers like Bob Dylan.”

 

Wolfgang Giese/MUSIK AN SICH

„...the music sounds very American, you can feel the vastness of the landscape, your imagination produces a movie in your head. Sometimes, I associate John Hiatt in connection with the expression, ...“

 

Uli Lemke/JAZZTHING

“Good songs have their own rhythm and use a metaphorical language whose poetry needs a careful musical foundation. Harry Marte writes songs like these.”

 

Sound & Image

“The first thing you notice is the somewhat rough voice that knows how to use the English vocabulary in a very powerful way, with a completely neutral accent.”

 

Ulrich Steinmetzger/LEIPZIGER VOLKSZEITUNG

“With Dylan and Woodstock in his blood, he composes his songs and completes these with texts that have been authenticated by life.”

 

Harald Tautscher/LOTUS RECORDS

“Little Prayers is a great production where every fiber of the sound reminds us of the steady hand of a Daniel Lanois.”

 

dpa/FOCUS/STERN/HAMBURGER ABENDBLATT....

“These are powerful songs full of character in the spirit of the American Songbook and Roots Music.”

 

Willi Andresen/AUDIO

“This album has what it takes to become the soundtrack for a road movie of the style of Paris Texas. Here, music breathes the authentic attitude towards life…”

 

herm/WAZ

“The music follows the best Americana tradition alternating between Country, Rock and Blues, while the other musicians in the band get their own space, sound, and resonance. The Vorarlberger Herzen are as vast as the prairie. Just great.”

Bezau Beatz

... Space and sound are a lovingly-crafted equation, as in the sauna-like farmers’ hut where we ritually encircle Portuguese trio Boden Wilson’s modal conjuring. A cable-car ride finds Manu Nude pushing standards as far as a tourist restaurant will permit as three nations’ Alps rise through fog. Then a low-ceilinged inn brings the tensions and connections between young Capetown singer-songwriter Brendan Adams and worldly Harry Marte’s Americana close enough to touch. Similarly, Trixie Whitley fights her way through nerves and malfunctioning synths in a gig built and lived in the moment...

Never unpretentious

Tschako Interview

His most characteristic feature is probably: authenticity. Also – or especially – in the fast-paced music industry, Harry Marte never makes use of cheap effects or simple tricks, and never puts on an act – quite the contrary. The often dreamy songs of the singer-songwriter grow on you every time you listen to them, making him one of the most significant voices of the country.

The style of his own titles, which Harry has released on four CDs so far, is best described as “Americana”. This typical US mix of folk, country, blues and rock suits a person who does not set limits for himself, not in music nor in any other area. “Like so many other musicians, and especially songwriters, I have been influenced by Bob Dylan, but Jimi Hendrix has also been one of my idols since I was young,” the 63-year-old says, however, he does not have the capricious temperament of Mr. Zimmermann, and will also not engage in stage excesses like the guitar virtuoso. “I don’t need electricity, and I don't need a stage show” – this attitude is typical of the roots musician as all artificiality is alien to him and who, maybe for this very reason, way back as a 13-year-old, replaced the plastic strings of his first guitar with steel strings. Even though he had his first big stage experience at a young age already when he played as opening act for “Clockwork” or Wolfgang Ambros, it is precisely the intimate and vulnerable that make Harry’s songs special and that, in his best moments, remind us of a Leonard Cohen, or of Johnny Cash in his later years. He shares with them the melancholy that runs like a red thread through his songs: “Melancholy is something beautiful, and for me, it also means to pause and reflect. But one should never mistake it for depression or weltschmerz!”

Getting to the heart of it
Harry has never made the mistake of confusing occupation with vocation. A qualified graphic artist, he runs his own agency in Liechtenstein, which gives him the privilege of being independent of commercial success as a musician. This certainly does no harm to someone who tends to ponder: “I am not a light-hearted person, and I question myself and my music virtually every day.” He does not actually have to do this as the father of two grown up sons, especially as a songwriter, is second to none: “I won’t beg at your door anymore – not for love or a kiss” – this is basically almost the entire text of his song “I won’t”, and yet it tells us more about a relationship – or the failure of it – than endless jealousy dramas. In real life, he does not need to beg, though, as he lives with his partner in the beautiful mountain region of Göfis. And also on a musical level, he has found an equal partner, especially in drummer Alfred Vogel: “He is the engine that drives us, and he can inspire people,” the latter describes his friend full of praise. Indeed: Following the successful CD “Big Pit”, that at times, sounded a bit more like rock, the musicians released the album “Little Prayers”, also as a band. Critics say: “Harry Marte’s Folk Blues sounds unpretentiously real.” But never unpretentious.

Krone: Raimund Jäger

Harry Marte Little Prayers

And here is another original from the Austrian state of Vorarlberg: Harry Marte. He sings for the underdogs, about doubts and confidence, for and about love. One can feel the dust of the street in his songs. Little prayers. The music preserves the rudimentary appeal of its creator. Root music from the Appalachians, voodoo sounds ticking along with a dark undertone, and while a polka drifts through the beat a little tipsy, everything merges into beautiful melodies/grooves. Best Country/Rhythm and Blues/Singer/Storyteller school. Harry Marte sings in the tradition of Woody Guthrie or Johnny Cash, his lyrics are poetic and without frills. Little Prayers exudes comfort and warmth. Little Prayers is a great production with every fibre of the sound reminding us of the steady hand of a Daniel Lanois. Guitars, bass, viola da gamba and percussion play together as a seamless unit. Michael Köhlmeier says about Harry Marte: “When he sings just one note, it is like an announcement that he is about to tell us of a great, moving life.”

„Little Prayers“: Harry Marte’s brittle Americana

The horizon of these songs is wide, and the heart of this songwriter is big. Harry Marte is a revelation.
The dust of the prairie is blown through these songs. Sometimes, a guitar howls like a coyote while the distinctive voice of Harry Marte, brittle, powerful and delicate at the same time, tells stories about love and loss.
“Little Prayers” (CrossCut Records) is the unassuming name that the singer/songwriter from Voralberg chose for his new album that comprises eleven artfully arranged songs in the Americana tradition and that is truly worth listening to.
Marte has experienced, and maybe also suffered, a lot, and you can hear these experiences in his voice. His opener “I Will” is a solemn pledge to his personal values as an artist. But Harry Marte is by no means a depressive virtuecrat. His wonderfully swinging love song “Give Me A Night” sounds light as a feather: “Lay your sweet heart into mine/without speaking a word.” And just as intimate is the sound of “Holy Blood” that conjures up the magic forces of nature. “See the ancient river/he knows the secret of your name”, and we willingly follow the bends and turns of the “unchained river” in that the songwriter has put his trust.
These are powerful songs full of character created in the spirit of the American Songbook and Roots Music. Marte can also rely on a great band. Drummer and producer Alfred Vogel pulls the musical strings, accompanied by guitarist Marco Figini and Chris Dalhgren on bass. These three build a stable house for Marte’s lyrics. Truly worth listening to.

Alpine Americana and Berlin, Berlin, Berlin

Leipziger Volkszeitung

Jazz bassist Chris Dahlgren sings with his raspy voice, Harry Marte has Dylan, Woodstock and Dixie in his blood: The singer and guitarist Harry Marte.
We couldn’t have expected this. American jazz bassist Chris Dahlgren, whom we know from the bands of Anthony Braxton, Joe Lovano or Herb Ellis and, above all, also from Kalle Kalimas’ robust trio Johnny La Marama, has outed himself as a singer, and that as one who knows his Leonard Cohen and his Donovan and now interprets them with his raspy voice. In a way, this late love was surprising even for him. Since 2003, Dahlgren has lived in Berlin, where he teaches ensemble playing at the “Hanns Eisler” School of Music.
Nowadays, he sometimes does it on his own, buckles on the acoustic guitar, or accompanies himself on the viola la gamba. At times, however, well-known jazz colleagues, like Gebhard Ullmann and, time and again, Alfred Vogel, the drummer from Vorarlberg, play with him. While the background singers hum “Easy, Easy, Easy” or simply “La, la, la …”, the music has something light that teases you, floating through the nine songs that he composed and wrote himself. Changing two letters in his surname, Dahlgren has named his singer-songwriter album “Dhalgren” – not to be confused with the Indian lentil dish. Maybe he just wants to disguise his courage to simply be himself. Maybe he just had enough of standing in the second row as bassist. Whatever the reason may be – now he has stepped into the foreground, and has produced a result that is a complete understatement and does not sound ambitious at all, just beautiful to listen to.
Sometimes, his music reminds you of the great singers who inspired him, sometimes, he sprinkles a dash of jazz on top. Then again, it feels like a smoky nightclub while the bass truly sounds like wood. Finally, the relaxed album shifts its entire focus to “Berlin, Berlin”, to the city and the life there, where Dahlgren still feels as if he was “on holidays. It never was like that in New York. Berlin is so relaxed, I can still hardly believe it.” Here, you don’t have to be a slave of your own survival, as on the other side of the Big Pond. “Here, it is okay when you become tired and lazy.” And therefore, he does not care how the old Sinatra song “New York, New York” goes, slowing it down to “Berlin, Berlin”.
He drifts through the metropolises and emotional states with Alfred Vogel's rumbling drums next to him, and does not take everything too seriously, winking into the ears of his audience. This musical escapade is included on Vogels’ label Boomslang Records. Vogel, whose surname means “bird” in English, loves the somewhat different, having released some plain crazy stuff from his “bird perspective” himself. Christian Lillinger has worked with him on a regular basis, as have Lucien Dubuis, Barry Guy, Peter Evans, Mats Gustafsson, and many more. He makes the province the center of his world, and that in an ever-changing way.
Singer and guitarist Harry Marte comes from his Austrian Alpine neighborhood. His specialty are weathered Americana songs. With Dylan and Woodstock in his blood, he composes his songs and completes them with texts that have been authenticated by life. Together with chapped guitarist Marco Figini, Vogel and Dahlgren complete his current band on his wonderfully earthy new CD “Little Prayers.” They do this delicately, serving the cause with stories about male pain, nightmares, being on the road, and on the search for love. These are underdog songs, melodious, longing and committedly yearning, even in the sixth decade of the singer’s life.
From the Alpes, the journey takes us to Texas and along the American highways. It does not sound artificial at all, but rather full of authentic soul. The Dixie feeling is completed by reveling music. And as the excellent companions subtly roughen and drive these little globetrotter sermons, this is more than just another singer-songwriter album. It remains focused on the most essential, while gently and emphatically caressing it.

Chris Dahlgren: Dhalgren. Boomslang Rec/galileo MC; Harry Marte: Little Prayers. Crosscut Records/in-akustik

The wish to lose one’s way

Vorarlberger Nachrichten

With “Little Prayers”, Harry Marte has produced a new CD and also starts an extended concert series.
SCHWARZACH “When I’m on stage, I sometimes think that it would have been better if I had just lost my way in the woods,” Harry Marte, graphic artist and musician, tells us, and our wish for him is that he will not experience this feeling again, or if he does, that it will pass quickly. Because his other wish – to carry the songs that he writes to the outside – has delighted his audience for years. And they had to wait for a long time for something new to be released after “Angel Wings” or the especially successful production “Big Pit”. This time around, he worked with Marco Figini (guitar), Chris Dahlgren (bass) and Alfred Vogel (drums, percussion). “Alfred is the engine, he knows how to inspire people,” is how Harry Marte describes his colleague and friend who pushed the release and brought a group of well-known musicians together in a band. In a climate of mutual respect, something good could be created, which often originated during leisurely walks in the forest, “while roaming around”, as Marte calls his method to clear his head.
PAUSING
Sometimes, it is our daily life that gives us the ideas. Once, at New Year’s Eve, when he sat opposite a woman who, when asked by her partner sitting next to her what she wished for the new year, answered “one night”, the text for “Give me a Night” was already developing. It turned into a love song that needs Marte’s deep voice, but also a trace of melancholy and the driving drummer in the background. Even though Marte says that, sometimes, the lines melt together like butter, meaning that the creation of the songs just happens naturally, there is no doubt that it sometimes is misery that drives him, a misery of life. “That does not mean that I feel threatened in my very existence,” he adds to refute any misinterpretations. But obviously, life causes wounds, for instance when a person close to him has cancer, when he is confronted with death, or simply with ageing. And that feeling has also dug its way into his songs. He does not even want to keep them free of melancholy, but rather insists that melancholy should not be mistaken for depressiveness. “Melancholy is something beautiful, I need it,” he says. For him, it also means pausing.
The bizarreness of everyday life also leads to songs. Once, when he came home early one morning and noted the smell of deep-frying oil and smoke on himself and put his head under the hand shower, he noted his face falling into the bathtub, so to say: “When you bend forward, all your wrinkles become even more pronounced.” This had been a sobering view even for him, the music poet, of whom the audience knows and now can experience once again that, with all his disposition for daydreaming, he does not lose sight of reality. “Little Prayers” is also about this. “When I hear the band play the first note, I simply let myself fall into it,” Harry Marte, the graphic designer-turned-musician, describes how he loses his fears on stage. As the concert series begins, this letting oneself fall will presumably happen often, and when we listen to the new CD, we are happy to learn that the ensemble still has many plans.

VN: Christa Dietrich

It is – late this year

MAZ concert tip

– one of these rare moments of happiness that, while it might not restore our belief in humanity in general, but at least our belief in the songwriters’ guild. And we have Harry Marte to thank for this. He comes from the deep West – of Austria. He is a solitary, yet approachable guy with a deep baritone, and we immediately believe his stories scarred by life with some hardness, his little prayers, his struggle to tell an honest story. Without the least doubt. Marte, now in the sixth decade of his life, does not sound that much like the West with the dusty American deserts. But also that. Instead, we would tend to assume that he comes from vicinity of the two great Texans. And yes, it is time to talk once again about the good friends Townes Van Zandt (1944–1997) and Guy Clark (1941–2016). Marte follows their drift, so to say. But he also paddles through the Everglades deep in the South – of Florida. Harry Marte’s Folk Blues sounds unpretentiously real. But never plain. And his crafty companions do not stand back. They come from Jazz and know their way around the moods, the dark woods of the Appalachians, the forlornly swinging waltz and dramatic skew contrasts, as sometimes appears necessary.